Büroflucht – Jayme Manifestation: Festgehalten im Büro
Jayme Manifestation
Als Jayme mit hängendem Kopf an ihrem Schreibtisch sitzt, droht die Eintönigkeit ihres Büroalltags sie zu ersticken. Doch in ihren Tagträumen ist sie weit entfernt von den langweiligen Aufgaben vor ihr. Stattdessen stellt sie sich vor, wie sie eng mit Seilen umwickelt wird, die sich in ihre Haut schmiegen und ihr Gänsehaut bescheren. Verzweifelt, diese Fantasie wahr werden zu lassen, kritzelt sie immer wieder *„Bind mich fest“* auf ein Blatt Papier – als ob das allein reichen würde.
Und tatsächlich: Plötzlich findet sich Jayme auf dem Boden ihres Büros wieder, genau wie in ihren Träumen – gefesselt, mit einem Kehlkopfspanner, der jeden Laut erstickt. Sie erinnert sich nicht, wie es dazu kam, aber eines ist sicher: Genau hier will sie sein. Sie spannt sich gegen die Fesseln, spürt ihre gnadenlose Enge, und mit dem Keilkehl zwischen den Lippen kann sie nur erstickte Hilferufe ausstoßen – doch tief in ihrem Inneren sehnt sie sich nach nichts anderem als nach mehr.
Stundenlang genießt sie das süße Ringen gegen ihre Gefangenschaft. Doch als der Feierabend naht, kehrt die Panik zurück: Wie soll sie entkommen, wenn alle längst nach Hause gegangen sind? Ihr Herz rast, während sie inständig hofft, dass jemand sie rettet – bevor es zu spät ist.